Commerzbank-Arena Frankfurt: Ausschreibungskonzept mit attraktiven Anreizen

(veröffentlicht im Fachmagazin „Der Facility Manager“ Heft 3 / Ausgabe März 2020)

Umfassende Veränderungen in der Betriebsorganisation der Commerzbank Arena in Frankfurt machten eine neue Konzeption und Ausschreibung der technischen Facility Services erforderlich. Trotz der Restriktionen einer EU-weiten öffentlichen Ausschreibung ist ein Modell entstanden, das neben Malus-Regelungen gute Leistungen und personelle Stabilität beim Dienstleister mit attraktiven Boni honoriert.

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„Jedes Bundesland ist anders geregelt“ – Übersicht der technischen Prüfverordnungen in Deutschland

In meinen Seminaren und auch in der Projektbearbeitung ist eine deutliche Verunsicherung hinsichtlich der Wiederkehrenden Prüfungen zu spüren. Ist eine sicherheitstechnische Anlage im Sonderbau baurechtlich – also in der Baugenehmigung oder im Brandschutznachweis – gefordert, so besteht Prüfpflicht gemäß der jeweils gültigen technischen Prüfverordnung. Jedes Bundesland hat – außer Baden-Württemberg – eine eigene Technische Prüfverordnung. Im Rahmen der Prüfungen soll die „Betriebssicherheit und Wirksamkeit“ der sicherheitstechnischen Anlagen gemäß der Schutzziele des Baurechts geprüft und bestätigt werden.

bS-beratung hat die Anforderungen in einer Übersicht zum Download zusammengestellt.

Hinweis: bitte berücksichtigen Sie, dass diese Informationen den Verordnungen entnommen wurden – es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Die Unterlage dient lediglich der informativen Übersicht. Die kommerzielle Verwendung oder das Kopieren – auch auszugsweise – bedarf der Freigabe der Autorin.

GakGak? – das glückliche Zweinutzungshuhn!

Manche Dinge verselbständigen sich: mein letztes Beratungsprojekt im Bereich „nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung“ führte zu einem ausserordentlich positiven Kontakt zu einem der „ganz großen“ Cateringanbieter (wir bleiben anonym – es geht um die Sache). Das Unternehmen zeigt enorme Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit und Tierwohl. In dem Kontext wurde ich zu einer Besichtigung einer Landwirtschaft im Chiemgau eingeladen. Auf dem Betrieb werden Rassehühner und Weideschweine gezüchtet. Die (Direkt-)Vermarktung erfolgt nicht nur B2C – der Betrieb hat sich in der Vermarktung auch an die (hochwertige) Gemeinschaftsverpflegung gerichtet.

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Nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung in großen Betrieben? Aber wirklich!

(Facility Management – Ausgabe 05/2019)

Nach mehrjähriger Zusammenarbeit hat mich die Anfrage eines namhaften Bestandskunden sehr gefreut, das Ausschreibungsverfahren der Catering-Leistungen am Standort zu begleiten.

Der Standort im Landkreis München besteht aus mehreren Objekten und beherbergt etwa 2.000 MitarbeiterINNEN mit internationalem Anspruch.

Wie ich solche Projekte immer angehe: erstmal fragen, warum ausgeschrieben werden soll bzw. was das Projektziel ist. Schnell kam das übergeordnete Unternehmensziel an die Oberfläche: Verzicht auf den Einsatz von Einweg-Kunststoff in allen Unternehmensbereichen. Daraus abgeleitet wurden Ziele hinsichtlich Regionalität, Handwerk und ökologischer Aspekte – aber auch Schaffung eines Mehrwertes für die eigenen Mitarbeiter.

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FM-Know-How-Export

Gebäudemanagement für ukrainische Kommunen
(Der Facility Manager – Ausgabe 06/2016)

Deutschland ist bekanntermaßen eine Exportnation. Doch das gilt nicht mehr nur für Industriegüter. In einem Projekt der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wurde nun FM-Know-How zur Exportware.

Als weltweit tätiger Dienstleister hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bereits mehr als 50 Jahre Erfahrung für nachhaltige Entwicklung. Diese reicht von Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung über Förderung von Frieden und Sicherheit bis hin zu Energie- und Umweltthemen. Dabei ist seit einiger Zeit das Thema Energie insbesondere in der Ukraine sehr stark gefragt – einem Land, dessen Pro-Kopf-Energieverbrauch zu den weltweit höchsten gehört. Inflation und erhebliche Preissteigerungen führen zu einem massiven Kostendruck, der vor allem auf den Trägern der Immobilie lastet. Die GIZ setzt deshalb im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Projekt um, welches ukrainische Kommunen bei der effizienteren Nutzung von Energie unterstützt. Hierzu hat die GIZ Kooperationen mit Verwaltungsbezirken – sogenannten Oblasten – und Kommunen geschlossen: die öffentlichen Institutionen entsenden dabei Immobilienmanager zur technischen Weiterbildung durch die GIZ. Mit der von deutscher Seite durchgeführten Schulung gehen die Immobilienmanager die Verpflichtung ein, das erworbene Wissen in ihre Kommunen weiterzutragen und zu streuen, um so mittelfristig zu einer Professionalisierung und Reduzierung des Ressourcenverbrauchs beizutragen. Zur Unterstützung bei der Ausbildungsreihe „Energieeffizientes Gebäudemanagement“ wurde Bianca Schwindl hinzugezogen, die freiberuflich als Beraterin und Trainerin im Facility Management tätig ist.

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Dem FM gehen die Allrounder verloren

Brennpunkt Aus- und Weiterbildung
(Facility Management – Ausgabe 06/2015, in gemeinsamer Entwicklung mit TÜV SÜD Akademie GmbH, Christian Maier)

Die wachsende Nachfrage nach qualifizierten Facility Services und ein immer komplexeres Berufsbild verstärken den Fachkräftemangel in der Branche. Zugleich geht durch den Fokus auf Technik und IT wichtiges Breitenwissen verloren. Wo kaufmännische und infrastrukturelle Facility Services bei der Aus- und Weiterbildung zu kurz kommen, kostet das den Auftraggeber oft Zeit und Geld.

Viele FM-Anbieter erweitern ihr Produkt- und Leistungsportfolio durch den Zukauf spezialisierter kleiner und mittlerer Unternehmen. Zugleich müssen FM-Anbieter – aber auch FM-Abteilungen in Unternehmen – auf neue Anforderungen reagieren, die eine veränderte Gesetzeslage oder technische Neuerungen mit sich bringen können. Beispiele hierfür sind die aktuell novellierte Betriebssicherheitsverordnung oder Trends wie Big Data, Smart Buildings, Computer Aided Facility Management (CAFM) oder Building Information Modeling (BIM). All das erfordert immer neue Kenntnisse von Facility Managern, die ohnehin schon Multitalente sind und das auch bleiben müssen.

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Im Interview mit Bianca Schwindl

(Facility Management – Ausgabe 06/2015)

FM: Gibt es zu viele Spezialisten und zu wenig Generalisten im FM? Und woran liegt das?

bS: Ja, das würde ich nach 15 Jahren Erfahrung in der Branche schon sagen. Als Interim Expert, Beratung und Referentin habe ich mit unterschiedlichsten Menschen zu tun. Bei einem Großteil davon handelt es sich um Spezialisten, die einen eindeutigen Themenschwerpunkt haben. Die meisten Facility Manager sind Quereintseiger, meist noch mit spezialisierenden Weiterbildungen. Zu selten wird vor allem auf Team- und Objektleiterebene der „Blick von oben“ geschult. Viele tauchen auch da in Details ab, wo das nicht erforderlich oder sinnvoll ist. 

FM: Wie lässt sich der „Blick von oben“ Ihrer Meinung nach schulen?

bS: Meist reicht es, wenn ich bei den Seminaren anhand von Beispielen auf Besonderheiten bspw. Aus dem kaufmännischen oder infrastrukturellen FM eingehe. Die Teilnehmer sehen dann, welche Bedeutung das eigentlich für sie hat und legen ihre Scheuklappen ab. Wichtig ist mir die unternehmerische Sicht der Dinge. Da gibt es regelmäßig positives Feedback, wenn die Absolventen das Gelernte auch in ihre Betriebe tragen.

FM: Sehen Sie bestimmte Vorteile der GEFMA-Ausbildung zum Fachwirt Facility Management im Vergleich zu anderen?

bS: die Ausbildung zum Fachwirt Facility Management (GEFMA) ist sehr umfassend und praxisnah. In einigen Studiengängen geht der Trend dahin, eher strategische Manager auf Prozessebene auszubilden. Das ist grundsätzlich positiv. In der berufsbegleitenden Ausbildung werden die Teilnehmer allerdings von Beginn an darauf sensibilisiert, sowohl langfristig zu planen als auch das Tagesgeschäft im Blick zu behalten. Das ist wichtig, weil viele FM-Unternehmen zwar einen integrativen Ansatz propagieren, dann aber Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung haben.